Apoplex ist die medizinische Bezeichnung für einen Schlaganfall, der durch eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung im Gehirn entsteht. Ca. 15% aller Schlaganfälle führen zum Tod; 30% derjenigen, die einen Apoplex überleben, sind danach auf eine dauerhafte Versorgung angewiesen. Der Apoplex wird auch als Hirninfarkt oder Hirnschlag bezeichnet. Zu einem Schlaganfall kommt es dann, wenn sich ein Gefäß im Gehirn plötzlich verschließt oder es zu einer Hirnblutung kommt. Das Gehirn erhält zu wenig Sauerstoff und wichtiges Gewebe stirbt ab. Die betroffene Hirnhälfte kann keine Befehle mehr an die Körperregionen aussenden.
Verschiedene Krankheiten begünstigen die Entstehung eines Schlaganfalls. Dazu gehört die Arteriosklerose, eine Verkalkung der Arterien. Durch diese Verkalkung kommt es zu Ablagerungen in den Blutgefäßen; je mehr Fett und Zellen sich in den Gefäßen festsetzen, desto weniger kann das Blut fließen, was irgendwann zur vollkommenen Verstopfung führt. Von diesem Krankheitsverlauf sind oftmals Bluthochdruck- oder Diabetes-Patienten betroffen. Eine weitere Ursache für den Apoplex kann eine Embolie der Lunge sein, die dann entsteht, wenn sich ein Blutgerinnsel aus einer anderen Körperstelle abgelöst hat und mit dem Blut in die lebenswichtigen Organe transportiert wird.
Zu den Risikogruppen für einen Schlaganfall gehören vor allem ältere Menschen; ab einem Lebensalter von 70 Jahren nimmt das Schlaganfallrisiko deutlich zu. Ein besonders hohes Risiko liegt dann vor, wenn bereits eine erbliche Vorbelastung besteht oder wenn der Patient sogar selbst schon einen Schlaganfall erlitten hat. Auch bestimmte Lebensumstände begünstigen einen Apoplex. Dazu gehören rauchen und starker Alkoholkonsum, Übergewicht und ein Mangel an Bewegung und sportlichen Aktivitäten.
Es gibt gezielte Hinweise, die auf einen Schlaganfall deuten: Plötzlich auftretende Lähmungserscheinungen einer oder Teile einer Körperhälfte, Taubheitsgefühl in den Armen oder Beinen, Sprachstörungen, Schwindel, Verwirrtheit oder plötzlich auftretende starke Kopfschmerzen. Auch wenn sich diese Symptome zeitweise wieder zurückbilden, können es trotzdem Vorboten eines bevorstehenden Schlaganfalls sein und sollten sofort von einem Arzt untersucht werden.
Eine Apoplex-Diagnose wird über ein CT (Computertomografie) oder ein MRT (Kernspintomographie) erstellt. Die Erstversorgung eines Schlaganfall-Patienten muss darauf abzielen, die Sauerstoffversorgung des Gehirns wiederherzustellen.
Je schneller reagiert wird, desto weniger nimmt das Gehirn Schaden. Nach der akuten Versorgung des Patienten können Medikamente die Blutgerinnung wiederherstellen oder den Hirndruck senken. Wenn eine Hirnblutung ursächlich für den Schlaganfall war, dann kann ein chirurgischer Eingriff die Blutung stoppen und den Bluterguss entfernen. Eine langfristige Therapie zielt darauf ab, die Bewegungsstörungen zu beheben oder wenigstens zu minimieren. Besonders jüngere Patienten haben je nach Krankheitsverlauf gute Chancen auf eine vollständige Rehabilitation.
kobinet-Nachrichten: Die barrierefreie Gestaltung von Gerichten wird in Rheinland-Pfalz konsequent v […]
REHACARE.de: Das Modellprojekt "pflegen-und-leben.de" hat den 2. Preis des Wettbewerbs […]
kobinet-Nachrichten: Mit Informationen in Leichter Sprache unter dem Motto "Menschen mit Behind […]
kobinet-Nachrichten: Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband richtet vom 30. Mai bis 1. Juni […]
REHACARE.de: „In der Demenzforschung gewinnt die Entwicklung neuer Ansätze für die Pflege und Versor […]

Recent comments