Beim Behindertensport lässt sich eine sportliche Betätigung nicht ohne Einschränkung bewältigen. Dieses Handicap kann entweder auf körperlicher oder geistiger Ebene bestehen. Oft existiert die Behinderung schon seit Geburt, oder ist durch einen Unfall oder Krankheit erfolgt.
Beim Behindertensport lässt sich eine sportliche Betätigung nicht ohne Einschränkung bewältigen. Dieses Handicap kann entweder auf körperlicher oder geistiger Ebene bestehen. Oft existiert die Behinderung schon seit Geburt, oder ist durch einen Unfall oder Krankheit erfolgt. Trotzdem kann Sport auch mit Handicap ausgeübt werden. Die Freude an der Bewegung und die körperliche Fitness sind die Hauptbeweggründe für das Sporttreiben. Egal ob man eine Einschränkung hat oder nicht. Auch das Knüpfen von sozialen Kontakten ist ein wichtiger Beitrag des Behindertensports. Nicht nur der Austausch mit Gleichgesinnten ist dabei wichtig, sondern allein das Bewusst machen, nicht alleine mit seinem Handicap zu sein.
Sport mit Handicap ist eine Alternative zur Physiotherapie. Oftmals dauert die Krankengymnastik über mehrere Jahre und fordert viel Selbstdisziplin vom Beteiligten. Eine Sportart ausüben zu können, dient nicht nur der Verbesserung der körperlichen und geistigen Aktivität, sondern ist auch sehr motivierend. Menschen mit Behinderungen erleben ihre Umwelt mit anderen Augen als Menschen ohne Einschränkungen. Jeder noch so kleine Fortschritt ist eine enorme Bereicherung für das Selbstwertgefühl. Dieses ist für den Verlauf der Therapie sehr wichtig und nur wer innerlich stark ist, kann sein Handicap annehmen und das Beste daraus machen.
Inzwischen kann fast jede Sportart mit Behinderung ausgeübt werden. Die Industrie hat es ermöglichst, dass durch spezielle Hilfsmittel und Ausrüstung auch Menschen mit Behinderung einer sinnvollen Freizeitgestaltung nachgehen können. Auch Wettkämpfe werden im Behindertensport angeboten. Hier sind nicht nur die weltbekannten und großen Paralympics gemeint, sondern auch kleinere Meisterschaften auf Stadt- und Kreisebene werden vielerorts präsentiert.
Behindertensport mit dem Rollstuhl Aber nicht jeder Sportart ist gleich gut geeignet für Menschen mit Behinderung. Es kommt immer auf die Art des Handicaps an und natürlich auch auf die persönliche Zielsetzung. Wer im Rollstuhl sitzt, ist meistens von einer Lähmung betroffen und seine Reflexe sind nicht mehr in dem eigentlichen Maße vorhanden. Die gesamte Muskulatur kommt zum Erschlaffen, wenn nicht aktiv dagegen vorgegangen wird. Auch bei Amputationen ist man häufig an den Rollstuhl gefesselt. Im sportlichen Bereich wurde in den letzten Jahren viel für die Rollstuhlfahrer getan. Es gibt inzwischen eine große Auswahl an geeigneten Sportarten.
Behindertensport als Lebenshilfe
Sport und Bewegung tragen dazu bei, dass sich die Lebenssituation und die Lebensqualität der Behinderten enorm verbessern. Nicht nur das körperliche Wohlbefinden wird gesteigert, auch die Bereitschaft an seine Grenzen zu gehen und Unmögliches zu leisten, vermag der Sport zu leisten. Folglich werden die Motivation und das Selbstbewusstsein des behinderten Sportlers gesteigert und er bekommt eine positivere Lebenseinstellung. Somit trägt der Behindertensport nicht nur zur besseren Leistungsfähigkeit und Selbstständigkeit bei, sondern hilft auch, eine bessere Lebensqualität zu erreichen.
Dadurch, dass individuelle Ziele erreicht werden, kann der Alltag besser gemeistert werden. Ein weiterer wichtiger Bereich des Behindertensports ist der soziale Bereich. Beim Sporttreiben können Kontakte geknüpft werden und es kommt zu einem Austausch unter Gleichgesinnten. Oftmals ist es schwierig mit Personen die an keinem Handicap leiden bestimmte Problembereiche anzusprechen. Es ist ganz normal, dass ein nicht behinderter Mensch sich nicht in die Lage eines Behinderten versetzen kann. Beim Behindertensport trifft man auf Verbündete, die Ähnliches durchmachen und es kann ein kommunikativer Austausch erfolgen und Freundschaften geschlossen werden.
Viele Sportarten können auch gemeinsam mit nicht behinderten Menschen ausgeübt werden. Durch veränderte Regeln und aufgelegte Handicaps für die nicht Behinderten ist ein ausgewogenes Spielgeschehen gewährleistet. Im Mittelpunkt stehen die Freude und der Spaß an der Bewegung und weniger der Sieggedanke. Gegenseitige Wertschätzung, Toleranz und Respekt sollen durch den gemeinsamen Sport vermittelt werden. Somit kann der Behindertensport einen bedeutenden Beitrag zur Integration leisten. Egal ob der Behindertensport im Breitenbereich oder im Leistungsbereich ausgeübt wird. Er stärkt die Muskulatur und schütz vor einem weiteren Abbau der körperlichen Leistungsfähigkeit. Deshalb sollte jeder Mensch mit einer Behinderung Sport treiben. Nicht nur allein in der Krankengymnastik sollte der positive Effekt der Bewegung vermittelt werden, sondern auch in speziellen Vereinen, wo Behindertensport angeboten wird. Inzwischen gibt es fast in jeder Kleinstadt spezielle Institutionen, die Behindertensport anbieten.
Behindertensport im Breitensport und Leistungsbereich
Wer die Vielfältigkeit des Sports erleben will, sollte sich einem Sportverein anschließen. Das gilt sowohl für Menschen mit Behinderung als auch für Personen ohne Handicap. Ein organisierter Verein oder Verband kann vielfältiger agieren und ist ein beliebter Anlaufpunkt für Gleichgesinnte. Wer den Sport als Ausgleich, Spaßfaktor und Freizeitgestaltung sieht, betreibt ihn auf Breitensportebene. Hier stehen die Freude an der Bewegung und der Gemeinschaftssinn im Vordergrund. Nicht allein das Siegen wollen und der Wettkampfcharacter ist Hauptmotivation, sondern lediglich das körperliche Fitsein soll erreicht werden. Neben dem Gesundheitsaspekt steht aber auch die seelische Komponente im Visier des Breitensports für Behinderte. Allein die Stärkung des Selbstwertgefühls und der Umgang mit Gleichgesinnten wirken sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden des Behinderten aus.
In den meisten Vereinen werden allgemein bekannten Sportarten sowie neue Trendsportarten angeboten. Auch das Deutsche Sportabzeichen kann von Menschen mit Behinderung jährlich abgelegt werden. Hier gibt es klar definierte Regeln zum Bestehen des Deutschen Sportabzeichens. Je nach Art und Weise der Behinderung sind bestimmte Anforderungen zu erreichen. Wer mit der Zeit merkt, dass er mehr Wettkampfgeist entwickelt, kann zum Leistungssport übergehen. Somit kann der Breitensportbereich auch als Sprungbrett zum Leistungssport gesehen werden. Der Leistungssport im Deutschen Behindertensportverband bietet für behinderten Menschen eine Vielzahl von Sportmöglichkeiten an. Der Spitzensport der Behinderten unterscheidet sich nicht viel von dem Leistungssport der Nichtbehinderten. Beiden gemeinsam ist die außergewöhnliche Vorbildfunktion. Wobei diese bei Menschen mit Handicap noch mehr zum Tragen kommt, weil sie allen behinderten Menschen Mut macht für ein Ziel zu kämpfen. Sich nicht hängen zu lassen und das Leben aktiv in die Hand zu nehmen.
Wie generell im Leistungssport darf es jedoch nicht zu einem übertriebenen Leistungsgedanken kommen. Eine Überschätzung seines Leistungsvermögens kann zu schwerwiegenden Folgen kommen bis hin zu einer Verschlechterung des Krankheitszustandes des Behinderten. In der Regel wird beim Leistungssport für Behinderte ganz besonders auf medizinische Betreuung gesetzt. Inbegriffen in der medizinischen Versorgung sind physiotherapeutische sowie psychologische Maßnahmen. Highlight eines jeden gehandicapten Spitzensportlers sind die Paralympischen Spiele. Sie sind die Olympischen Spiele für Sportler mit einem körperlichen Handicap und finden immer kurz nach den eigentlichen Olympischen Spielen am gleichen Ort statt. Leider rücken sie bei der Mehrheit der Zuschauer nicht ganz so ins Interesse wie die vorher stattgefundenen Spiele. Aber für den behinderten Sportler selbst und allen anderen Menschen mit Behinderung sind die Paralympics nicht mehr vom Spitzensport wegzudenken.
Bogenschießen – Wer lieber die ruhigere Freizeitbeschäftigung sucht, ist mit Bogenschießen auf der sicheren Seite. Beim Bogenschießen muss man eine gute Hand-Augen Koordination besitzen. Vor allen Dingen Zielgenauigkeit und Präzision sind hier gefragt. Außerdem wird die Konzentrationsfähigkeit angeregt und die Ausdauer geschult. Ein weiterer Vorteil ist, dass man beim Bogenschießen kaum eine Benachteiligung gegenüber einem gesunden Menschen hat. Egal ob man im Rollstuhl sitzt oder nicht, diese Sportart kann jeder ausüben. Trotzdem muss eine geschulte und qualifizierte Einweisung erfolgen, weil die Pfeile doch ein gefährliches Gerät darstellen. Beim Bogenschießen konzentriert sich alles nur auf ein Ziel und dieses muss mit dem Pfeil getroffen werden.
Golf im Rollstuhl, Stehrollstuhl – Für alle Naturfreunde und die gerne an der frischen Luft sind, eignet sich das Golfspiel. Golf ist eine ruhige und stressfreie Betätigung, die zwar zeitaufwendig ist, dafür aber für Rollstuhlfahrer viel Abwechslung bietet. Sein großer Nachteil ist, dass Golf spielen nicht gerade billig ist und hohe Anschaffungskosten bestehen, damit dieser Sport ausgeübt werden kann. Außerdem wird ein Spezialrollstuhl mit Stehfunktion benötigt. Dieser kann aber in manchen Golfanlagen ausgeliehen werden. Beim Golfsport spielt die Konzentration und die Ausdauer eine große Rolle.
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